Kein Minister der freien Schulen?
13. September 2007 . Axel
Am vergangenen Mittwoch hat Bildungsminister Rupprecht auf einer Landtagsdebatte die Prüfungsergebnisse des vergangenen Abiturjahrganges vorgestellt. Leider hat er dabei die Gelegenheit zur Vertiefung des ideologischen Grabens zwischen staatlichen und freien Schulen genutzt.
Schade, wir hatten wir uns doch wirklich bemüht.
Hmm, aber ganz verstehe ich nicht, inwieweit hier ein Graben tiefer geworden ist?
Ich denke, Minister Rupprecht wollte angesichts der wachsenden Beliebtheit freier Schulen “Werbung für seine Schulen” machen. Frei nach dem Motto: “Seht und kommt her, hier bekommt man Gleiches für null ouvert.”.
Die gleichen Zensuren gibt es ja offenbar…
“Dieses Ergebnis widerlege eindrucksvoll Vorurteile und Klischeevorstellungen, wonach es auffällige Leistungsunterschiede zwischen den öffentlichen und freien Gymnasien gebe.”
Wen meint er? Lehrer, Eltern, Schüler, den politischen Gegner? Wozu diese Abgrenzung? Rupprecht ist Bildungsminister für alle Schulen in Brandenburg. Der soll zusammenführen und nicht spalten.
Solange Minister Rupprecht argumentiert, dass das staatliche Angebot an Schulen überwiegen MÜSSE, ist doch klar, dass jedes Argument ins Feld gezogen wird, um dem Boom der Freien Schulen etwas entgegenzuhalten. Herr Rupprecht befindet sich im Konkurrenzkampf.